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Objektsicherheit: Die 5 häufigsten Mängel in Wohngebäuden aus ISHAP-Prüfungen nach ÖNORM B 1300

Sicherheit durch strukturierte Prüfung

Verantwortliche Hausverwaltungen stehen täglich vor der Herausforderung, Haftungsrisiken zu minimieren und den Werterhalt der betreuten Objekte zu sichern. Doch während sie sich auf Mietverhältnisse und Instandhaltung konzentrieren, lauert die Gefahr oft im Verborgenen – in den systematischen Schwachstellen der Gebäudesicherheit. Die Objektsicherheitsprüfung nach ÖNORM B 1300 ist das stärkste Werkzeug, um rechtliche Sicherheit und funktionierende Brandschutzkonzepte zu garantieren.

ISHAP hat in den Tausende von Wohngebäuden geprüft. Diese Kombination aus Prüfdienstleistung und digitaler Auswertung hat eine einzigartige Datengrundlage geschaffen, die die fünf häufigsten Mängel in Wohngebäuden identifiziert.

Die 5 häufigsten Mängel: Eine Analyse aus der ISHAP-Praxis

Platz 5 – Brandschutz-Abschottungen

Nachträgliche Durchdringungen bei Installationsarbeiten werden häufig nicht fachgerecht mit geprüften Systemen wiederhergestellt. Die Folge: Die Wirksamkeit der Brandabschnittstrennung ist beeinträchtigt – im Ernstfall kann sich Feuer ungehindert ausbreiten. Mit automatisierter Mängelerfassung im Zuge digitaler Begehungsprotokolle lassen sich solche Schwachstellen systematisch dokumentieren und nachverfolgen, bevor sie zum Risiko werden.

Platz 4 – Brandschutztüren

Unzureichende Selbstschließung, mechanische Beschädigungen, fehlende Wartungsnachweise – und immer wieder: Türen, die unzulässig offengehalten oder nachträglich verändert wurden. Brandschutztüren sind nur dann wirksam, wenn sie im Ernstfall zuverlässig schließen. Digitales Wartungsmanagement und automatisierte Erinnerungen an Prüffristen helfen Hausverwaltungen, den Überblick zu behalten und Compliance-Lücken frühzeitig zu schließen.

Platz 3 – Bodenflächen und Stolperstellen

Unebene Bodenflächen, lose Beläge oder Niveauunterschiede sind häufige Mängel in Verkehrs- und Fluchtwegen, oft verursacht durch Abnutzung oder mangelnde Instandhaltung. Solche Stolperstellen stellen ein erhebliches Sturz- und Unfallrisiko dar, das im Schadensfall zu haftungsrechtlichen Konsequenzen führen kann. Eine regelmäßige Kontrolle und zeitnahe Beseitigung sind für die Verkehrssicherheit unerlässlich.

Platz 2 – Absturzsicherungen und Handläufe

Mängel an Absturzsicherungen und Handläufen gehören zu den kritischsten wiederkehrenden Feststellungen. Dazu zählen unzureichende Geländerhöhen, fehlende/unterbrochene Handläufe sowie lockere oder nicht normgerechte Befestigungen. Besonders in Bestandsgebäuden entsprechen die Ausführungen oft nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik. Handläufe sind essenziell für die sichere Nutzung von Treppenläufen und zur Minderung des Sturzrisikos. Normgerechte Nachrüstung und regelmäßige Kontrollen sind zentrale Maßnahmen der Betreiberverantwortung. (Laut KFV verunglücken jährlich zahlreiche Personen auf Treppen, durchschnittlich stirbt wöchentlich ein Mensch an den Folgen eines Treppensturzes.)

Platz 1 – Fluchtwege und Lagerungen

Der häufigste und kritischste Mangel betrifft die Blockierung von Fluchtwegen. Gänge, Stiegenhäuser oder Notausgänge werden immer wieder unzulässig als Lager- oder Abstellflächen genutzt. Solche Behinderungen erschweren im Ereignisfall nicht nur die Flucht der Bewohner, sondern auch den Zugang für Einsatzkräfte massiv. Die konsequente Freihaltung und regelmäßige Kontrolle dieser Bereiche sind die wichtigsten Aufgaben des organisatorischen Brandschutzes.

Fazit: Risiken vermeiden und Sicherheit gewährleisten

Die Analyse macht deutlich: Die meisten Sicherheitsmängel in Wohngebäuden sind keine baulichen Schicksale, sondern Folge fehlender Struktur – in Zuständigkeiten, Prüfroutinen und Dokumentation. Wer auf klare Prozesse, regelmäßige Eigenkontrollen und eine nachvollziehbare, digitale Dokumentation setzt, reduziert Haftungsrisiken spürbar und gewährleistet den sicheren Gebäudebetrieb dauerhaft.

Die Objektsicherheitsprüfung nach ÖNORM B 1300 macht Schwachstellen sichtbar, bevor sie zum Schadensfall werden. ISHAP verbindet diese Prüfkompetenz mit den Möglichkeiten moderner Gebäudeverwaltungssoftware – für Hausverwaltungen, die Sicherheit nicht dem Zufall überlassen wollen.

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