Es gilt als eines der anspruchsvollsten Bauprojekte in der Geschichte der PORR: das BMW-Projekt in München. Während die Fahrzeugproduktion weiterläuft, baut die PORR Großprojekte die bisherige Motorenfertigung des Münchner Stammwerks zurück und errichtet die künftige Montage für vollelektrische Fahrzeuge der Neuen Klasse. Insgesamt geht es um rund 150.000 m² Bruttogeschoßfläche.
Über die gesamte Laufzeit wurden 10.489 Personen erfasst und dokumentiert. Mehr als 1.500 Nachunternehmen waren beteiligt. Allein im Jahr 2025 verzeichnete das System 579.572 Zutrittsscans durch die Zutrittssysteme, durchschnittlich rund 1.930 pro Werktag. Das Baufeld war über fünf Drehkreuze vom übrigen Werksgelände getrennt.
Kristina Hockelmann, verantwortlich für das Nachunternehmercontrolling auf diesem Bauvorhaben, erzählt im Gespräch mit ISHAP, wie die PORR die arbeitsrechtliche Dokumentation, die Zutrittskontrolle und die Zusammenarbeit mit den Nachunternehmen mit ISHAPCARD organisiert hat.
Wo lag die zentrale Herausforderung bei der Personen- und Firmendokumentation bei einem Projekt mit dieser Dimension?
Kristina Hockelmann: Die Herausforderung war, die arbeitsrechtlich relevante Dokumentation bei dieser Größenordnung zuverlässig zu organisieren und gleichzeitig den Zugang zum Baufeld im laufenden BMW-Werk zu steuern. Eine Papierablage wäre nicht machbar gewesen. Wichtig war außerdem, jederzeit einen aktuellen Überblick über die anwesenden Personen zu haben und das besonders im Gefahrenfall.
Auch der Zoll sah auf Ihrer Baustelle vorbei. Wie hat PORR die Zollprüfung erlebt?
Kristina Hockelmann: Vielen ist die Tragweite einer Zollprüfung gar nicht bewusst. Die PORR musste die Dokumente der beteiligten Firmen und Personen prüfen und verfügbar halten – bei dieser Projektgröße digital und nicht in Papierform. Die unangemeldete Kontrolle verlief problemlos. Beim ersten Mal hat sie einen halben Tag gedauert, bei der zweiten nur kurz, weil sie schon wussten, wie wir arbeiten.
Wie wurden Sicherheit und Zutrittskontrolle bei laufender Produktion umgesetzt?
Kristina Hockelmann: Das Baufeld war über fünf Drehkreuze separat vom Werk abgetrennt. Niemand wurde ohne Ausweis eingelassen, nur verifizierte Personen erhielten Zutritt. Tagesprofile ermöglichten zeitliche Einschränkungen. Über aktuelle Berichte war jederzeit nachvollziehbar, wer sich auf der Baustelle befand. Man weiß einfach immer, wie viele Personen auf der Baustelle sind. Das ist im Gefahrenfall wichtig.
Die vollständige Case Study
Wie die PORR die Personaldokumentation, Zutrittskontrolle und Zusammenarbeit mit den Nachunternehmen im Detail organisiert hat, lesen Sie in der vollständigen Case Study.